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Mutanten

Gelegentlich entstehen durch Züchtungen Nachkommen mit Merkmalen, die vom „Normaltyp“ deutlich abweichen. Die Ursachen dieser Abweichungen können dabei physiologischer und / oder genetischer Natur sein.

Die Ausprägung von Merkmalen ist immer ein Zusammenspiel von Genom, also der individuellen genetischen Ausstattung und Umweltfaktoren. Das Genom oder Erbgut liefert dabei dem möglichen Reaktionsrahmen, in dem der Organismus auf die äußeren Faktoren reagieren kann. So sind bei vielen Pflanzen beispielsweise Wuchsform, Blütenfarbe, Blattform etc. durch Umwelteinflüsse wie Licht, Wärme, Nährstoffversorgung u.v.m. erheblich beeinflußbar, allerdings nur in den durch das Genom bedingten, genetisch Grenzen.

Innerhalb einer natürlichen Art sind die einzelnen Individuen fast nie genetisch gleich ausgestattet. Diese Genomvariationen sind Ergebnis geringfügiger Unterschiede zwischen den jeweiligen Genomen der Individuen einer Population, werden als solche auch weitervererbt, können sich in Merkmalsunterschieden äußern, müssen dies aber nicht. Meist handelt es sich dabei um spontan entstandene Mutationen, die der Art im Lauf der Evolution nützlich oder zumindest nicht nachteilig waren, da sie sonst ausselektiert worden wären. Das Ergebnis ist, glücklicherweise, dass sich die Mitglieder einer Population, nicht nur der von Pflanzen, individuell unterscheiden.

Hier sollen nur Mutationen, bzw. deren phänotypische Ausprägung gezeigt werden, die sich deutlich von dem „Normalfall“ einer natürlichen Variation unterscheiden. Da diese Individuen im Zuge von Passionsblumenzüchtungen enstanden sind, soll der Fokus hauptsächlich auf die Blüte gelenkt werden. Gelegentlich treten bei einzelnen Pflanzen auch Blüten auf, bei denen die Zahl der Blütenorgane vom Normalfall abweicht, z.B. 4 statt 3 Narben oder 12 statt 10 Blütenblätter. Sofern diese Abweichungen nur an einzelnen Blüten auftreten und nicht als stabiles Merkmal weitervererbt wird, werden diese Variationen hier nicht näher beschrieben. Auch soll darauf hingewiesen werden, dass die hier beschriebenen Mutanten nur aufgrund von phänotypischen Merkmalen aufgeführt werden, deren vermutlich genetische Ursache aber nicht untersucht wurde.

Mutante 1

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Mutante 1

Auffällig an dieser nicht duftenden Blüte ist ein zweiter Strahlenkranz unterhalb des Fruchtknotens und oberhalb der Staubgefäße. Die Staubgefäße sind deformiert und bilden keinen Pollen. Die Narben sind ebenfalls leicht deformiert. Nach Bestäubung mit Pollen von bisher nur einer Passionsblume bildet diese Mutante reife Früchte mit schwarzbraunen Samen. Inwieweit die Samen keimfähig sind, wird zur Zeit getestet.

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